Ist Klang der Sinn?

Datum/Zeit
Date(s) - 16.09.18
17:00


Ist Klang der Sinn? – Ein Musik und Text-Programm

Zwei Themen verbindet das Programm von Matthias Schranz und Hans Witschi miteinander: zum einen das Phänomen des Klangs in Musik und Sprache – Kurt Marti stellt in einem seiner Gedichte die Frage, ob er, der Klang, der Sinn sei – zum andern der Bezug der Komponisten, der Autoren und der Werke zu unserer Stadt. Marti, Jürg Wyttenbach und Mani Matter sind ja Berner, Sandor Veress hat lange Jahre am hiesigen Konservatorium als Lehrer gewirkt – und György Ligeti war in jungen Jahren sein Schüler. Zu beiden Themen kommen aber auch andere Autoren – und eine Autorin – zu Wort, mit Gedichten und Texten vom Barock bis in die frühe Moderne. Darunter etwa kein geringerer als Johann Wolfgang Goethe. Und zum Thema der Bach-Verehrung von Sandor Veress ein weiterer, für die Musikwelt sehr wichtiger Berner Künstler: der Oboist und Komponist Heinz Holliger. – Adalbert Stifter und Sandor Petöfi wiederum erlauben uns einen (Seiten-)Blick auf Ungarn, die Heimat bzw. das Herkunftsland von Veress und Ligeti. – Die Rezitationen sind eingewoben, eingewirkt in die wunderbaren Cello-Stücke von Ligeti, Wyttenbach, Veress und Bach: eine überraschende, vielseitige, auch vergnügliche und anregende Collage aus Musik und Sprache.

Programmdetails

György Ligeti (1923 – 2006): Sonate für Violoncello solo

Jürg Wyttenbach (*1935): 6 Gedichte von Kurt Marti für rezitierenden Cellisten

Jürg Wyttenbach (1935*): „Es git e Bueb mit Name Fritz“, Chanson von Mani Matter erweitert für singenden Cellisten

Sándor Veress (1907 – 1992): Sonate für Violoncello solo

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Suite für Cello solo in G-Dur

Texte von Marie von Ebner-Eschenbach, Adalbert Stifter, Sandor Petöfi, Johann Wolfgang Goethe, Kurt Marti, Hugo Ball, Martin Opitz, Johann Caspar Schade

Der Berner Cellist Matthias Schranz lebt seinen Beruf leidenschaftlich, vielseitig und mit hohen Ansprüchen an sich selbst. Er konzertiert regelmässig als Solist und Kammermusiker. Konzertreisen führen ihn nach Rumänien, Mexiko, Armenien, Argentinien, Tschechien, Spanien, Syrien, Aegypten und in die Nachbarländer. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören der Berner Pianist Thomas Gerber, im Trio Montin Christine Ragaz und Rosemarie Burri und im Ensemble Paul Klee, in dem er zu den Gründungsmitgliedern gehört, Eva Aroutunian, Philippe Talec, Ivan Nestic, Fabio di Càsola und Kaspar Zehnder. Zusätzlich beschäftigt sich Matthias Schranz mit der Improvisation und betätigt sich seit 28 Jahren als Komponist, Gitarrist und Leadsänger in der Rockband „Sonorous Dynamo“. Er arbeitet intensiv als Pädagoge an der Hochschule der Künste Bern und an der Musikschule Konservatorium Bern. Matthias Schranz verdankt seine frühesten musikalischen Erlebnisse den Eltern. Seine cellistischen Förderer waren Marc van Wijnkoop, Kurt Hess und während seiner Studienzeit an der Musikakademie Basel Thomas Demenga und Reinhard Latzko. Er lebt mit seiner Familie in Münchenbuchsee bei Bern.

Der Sprecher Hans Witschi, geb. 1941, war 30 Jahre lang als Deutschlehrer am Gymnasium Neufeld tätig, dessen Theatergruppe er auch lange leitete. Daneben hatte er sich schon früh dem Theater und der Rezitation verschrieben und wirkte in zahlreichen Produktionen mit. Im Sommer 2016 zum Beispiel war er am Jubiläum der Musikschule Köniz der Sprecher in „Die Geschichte vom Soldaten“ von Strawinsky und Ramuz, in der Übersetzung von Mani Matter. Im letzten Winter spielte er die männliche Hauptrolle in „Möwe und Mozart“ am Theater Matte.

Matthias Schranz, Violoncello
Hans Witschi, Rezitation

Konzertbeginn 17 Uhr
Bar ab 16 Uhr

Eintritt CHF 30

Flyer

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Veranstaltungsort
Schloss Holligen