Kultur im Turm Schloss Holligen

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3.9.2010 / 13:7
programm

"Mit Haller durch Europa"

Konzerte, Vorträge, Führungen, Spuk

9. bis 31. August 2008 auf Schloss Holligen

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Preise und Billet-Reservationen


Die Veranstaltungen finden alle im Turm Schloss Holligen statt (s. Anfahrt).
Ausnahme: Führung durch den Schlosspark von Oberhofen.

Datum

Zeit

Veranstaltung

Samstag, 9.8. 17.00 Uhr, Führung Festival-Eröffnung: Besichtigung von Turm und Garten Schloss Holligen und eine Spukgeschichte
Christine Rothenbühler, Sagerin
Christophe v. Werdt, Historiker
Schloss Holligen wurde um 1500 für Wilhelm v. Diesbach im Zeichen der spätgotischen Burgenromantik erbaut. Im 18. Jahrhundert gestaltete es Gabriel Herport, ein Korrespondenzpartner Albrecht von Hallers, zu einem barocken Landsitz um.
Sonntag, 10.8. 17.00 Uhr, Vortrag Haller, Bern und die Wissenschaft der Aufklärung
Dr. Dr. Hubert Steinke, Universität Bern
Haller gilt als herausragender Vertreter einer modernen Wissenschaft und gleichzeitig als pointierter Kritiker progressiver Aufklärung. Das Bern des 18. Jahrhunderts wird vielfach sowohl als wissenschaftsfremd wie als aufklärungskritisch beschrieben. Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern wir es hier mit Klischees zu tun haben und ob Haller Bern, Wissenschaft und Aufklärung allenfalls doch stärker miteinander verknüpft sind, als man meinen könnte.
Sonntag, 10.8. 18.30 Uhr, Konzert Die Jahreszeiten
Antonio Vivaldi: Le Quattro Staggioni
Astor Piazzolla: Quatro Estaciones Porteñas

Piotr Plawner Consort (Piotr Plawner, Violine Solo; Miša Stefanović, Konzertmeister)
Piotr Plawner gehört zu den kreativsten und begabtesten Geigern der jüngeren Generation. Er hat mit den bedeutendsten Orchestern gespielt, u. a. in Kopenhagen (Tivoli), Paris (Chatelet), Berlin (Schauspielhaus), München (Herkules Saal), Barcelona (Palau de la Musica Catalona), Madrid (Teatro Monumental) und Amsterdam (Concertgebouw).
Samstag, 16.8. 14.45 Uhr, Führung Der Schlosspark von Oberhofen - ein historistisches Gartenjuwel
Führung: Vera Heuberger, Konservatorin
Ort: Schloss Oberhofen am Thunersee, Teilnehmerzahl beschränkt, Anreise individuell
Mitte des 19. Jahrhunderts wandelte die Besitzerfamilie de Pourtalès die ursprünglichen Obst- und Nutzgärten ihres neu erworbenen Sommersitzes in einen Landschaftspark um. Ganz im Sinne des Historismus ergänzte man diesen mit farbenprächtigen geometrischen Gartenparterres sowie mit Oekonomiegebäuden in unterschiedlichen Stilformen und schuf damit einen der ersten bedeutenden bernischen Vertreter des Stilpluralismus.
Sonntag, 17.8. 17.00 Uhr, Vortrag Klatsch und Tratsch von europäischen Höfen aus der Zeit Albrecht von Hallers
Dr. Christophe v. Werdt, Historiker, Warschau/Bern
Die höfische Gesellschaft und ihr seltsam anmutendes Treiben prägten das Zeitalter Albrecht von Hallers. "Die Europäische Fama, welche den gegenwärtigen Zustand der vornehmsten Höfe entdecket" war eine der frühesten Zeitungen Europas, die unter anderem das Geschehen an diesen fürstlichen und adeligen Höfen zum Gegenstand hatte. Sie berichtete über die wichtigsten europäischen Ereignisse und enthielt die Porträts zahlreicher Könige, Fürsten und Adeliger.
Sonntag, 17.8. 18.30 Uhr, Konzert Passacaglia
Johann Sebastian Bach: Partita E-Dur
Arthur Honegger: Sonatine
Georg Friedrich Händel: Passacaglia
Johann Sebastian Bach: Partita D-Moll

Piotr Plawner, Violinie; Isabella Klim, Violoncello
„Dieser junge Mann ist in der Tat ein Phänomen, ein Genie auf der Geige...“, schreibt die Stuttgarter Zeitung über Piotr Plawner. Lord Yehudi Menuhin hat ihn als Geiger mit „phänomenalem Können" bezeichnet. Piotr Plawners aussergewöhnliches Talent und seine atemberaubende Virtuosität finden internationale Anerkennung.
Isabella Klim tritt solistisch in ganz Europa und Asien auf. Sie war Gast der Orchester in Bern, Luzern, Berlin, der Polnischen Camerata, der Danziger Philharmonie u.a.m. Klim spielte mehrere CDs mit Werken von Beethoven, Brahms, Mozart, Elgar und Rachmaninow ein.
Samstag, 23.8. 18.30 Uhr,
historisches Bankett
Tafeln wie zu Hallers Zeiten
In Zusammenarbeit mit dem Restaurant Harmonie, Bern
Teilnehmerzahl beschränkt
Ein aussergewöhnliches historisches Bankett im Turm Schloss Holligen nach Original-Rezepten aus dem bernischen 18. Jahrhundert. Kommentiert von François de Capitani und musikalisch umrahmt von einer Tafelmusik. 
Sonntag, 24.8. 17.00 Uhr, Vortrag Wahlverwandtschaft - Bern und England im 18. Jahrhundert
Dr. François de Capitani, Musikwissenschafter und Historiker, Prangins
Seit langem verbanden Konfession und wirtschaftliche Interessen die reformierten Orte der Eidgenossenschaft mit England. Im 18. Jahrhundert aber erhielt diese Beziehung eine neue Dimension: Englische Sitten, englische Philosophie und Literatur wurden zu Gegenentwürfen einer als dekadent empfundenen französischen Kultur deklariert. Eine eigentliche Anglomanie breitete sich unter den gesellschaftlich führenden Schichten Berns und Lausannes aus - eine faszinierende Facette der Aufklärung.
Sonntag, 24.8. 18.30 Uhr, Konzert London Baroque
Werke von Karl Williams Jenkins, Georg Friedrich Händel, François Couperin, Johann Christian Bach und Johann Christoph Pepusch

Ingrid Seifert, Violine; Charles Medlam, Gambe; Steven Devine, Cembalo

"Wir sind verwöhnt vom höchsten Standard dieser Spieler. Variationen in Phrasierung und Dynamik, die perfekt koordinierte Agogik zusammen mit einem stark imaginativen Zugang führen zu wunderbar lebendigem Musizieren." LONDON BAROQUE erfreut sich als eines der weltweit versiertesten Barockensembles einer ungebrochenen Vitalität. Es war Gast an den wichtigsten europäischen Festivals und tourt regelmässig in Japan und den USA.
Sonntag, 31.8. 17.00 Uhr, Vortrag Schwesterrepubliken? Die Niederlande und die Eidgenossenschaft im Zeitalter Albrecht von Hallers
Prof. Dr. Thomas Maissen, Universität Heidelberg
Zwischen der Eidgenossenschaft und den Niederlanden bestanden im 17. und 18. Jahrhundert mannigfaltige Kontakte: im konfessionellen Bereich, in den Wissenschaften, in der Aussenpolitik sowie in der Kunst. Worin lag die Pionierrolle der Niederlande in ihrem Goldenen Zeitalter für die Eidgenossenschaft? Was waren Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Beeinflussungen in der politischen Verfassung, im Selbstverständnis und in der Selbstdarstellung?
Sonntag, 31.8. 18.30 Uhr,
Konzert
Der Holländer van Wassenaer
Graf Jakob Unico Willem van Wassenaer: Sei Concerti Armonici
Monika Urbaniak, Leitung, Violine; Kammerorchester

Monika Urbaniak ist Professorin für Violine und Kammermusik an der Hochschule der Künste in Bern und bei den Internationalen Musikkursen in Landshut (PL). Ihr breites Repertoire reicht von der Alten Musik bis zur Gegenwart. Sie gastierte in Häusern wie der Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, dem Herkules Saal, dem Wiener Musikverein, dem Sydney Opera House. Monika Urbaniak Lisik trat u.a. im Rahmen der Musikfestivals in Lockenhaus, Luzern, Rheingau, des Yehudi Menuhin Festivals in Gstaad und des Warschauer Herbstes auf und machte mit Preisen dotierte Plattenaufnahmen.

Preise und Billet-Reservationen

zu Gast bei der

Turmstiftung Schloss Holligen


Kultur im Turm Schloss Holligen, c/o Christophe v. Werdt, Holligenstrasse 44, CH-3008 Bern, Email